»Wir lieben nicht, wie wir wollen, sondern, wie wir können.« Menander (422 bis ~ 300 v. Ch.), Monosticha Sententiae, 273.

Fortbildung

Das Institut für Sexualpsychologie bietet Fortbildungen zu verschiedenen sexualpsychologischen Themenbereichen an. Den Schwerpunkt der Fortbildungsangebote bilden Themen der Klinischen Sexualpsychologie. Hier werden Fortbildungen zu sämtlichen Störungen des sexuellen Erlebens und Verhaltens angeboten.

Zielgruppe

Das Angebot Klinisch-Sexualpsychologischer Fortbildung richtet sich vornehmlich an Psycholog:innen und Mediziner:innen; bei analoger Qualifikation ggf. auch andere, universitär ausgebildete Herkunftsberufe aus dem Bereich Human-, Sozial- und Gesundheitswissenschaften, wie z.B. Sozialpädagog:innen, die eine psychotherapeutische  Weiterbildung machen oder haben (Voraussetzung Propädeutikum). 

Voraussetzung für das Repetitorium ist ein DGfS- bzw. DGSMP- zertifiziertes, sexualtherapeutisches Curriculum  (Zertifikat „Sexualtherapie“ DGfS oder „Zusatzbezeichung Sexualmedizin bzw. Sexualpsychologie“ DGSMP).

Dabei sollten Teilnehmer:innen für das Repetitorium einem klinischen Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Untersuchung, Beratung und Behandlung partnerschaftlich-sexueller Beziehungs-Probleme und Störungen nachgehen. Konkrete Teilnahmevoraussetzungen werden zu den jeweiligen Fortbildungen spezifiziert.

Mit der Teilnahme an Fortbildungen des Instituts für Sexualpsychologie können Felhzeiten in anderen Fortbildungen kompensiert werden, die von der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualpsychologie (dgsmp.org)  akkreditierten sind. 

Bei Interesse an Fortbildungen des Instituts für Sexualpsychologie
senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an:
sexualpsychologie@berlin.de

Anmeldeformular

Eigenveranstaltungen

Das Institut für Sexualpsychologie bietet verschiedene Fortbildungen an. Eine Anmeldung ist fortlaufend möglich.  Sobald eine Gruppe zusammengekommen ist, werden Terminoptionen angeboten, die sich jeweils im März und Oktober befinden. Die Fortbildungen finden statt in Berlin-Tiergarten (Nähe Hbf). Folgende Fortbildungen werden angeboten:

1. Propädeutikum Sexualtherapie

2. Curriculum Sexualpsychologie 

3. Repetitorium Sexualtherapie

4. Symposium Sexualmedizin     

Zu jedem Fortbildungsangebot kann ein favorisierter Indikationsbereich benannt werden, der von von besonderem Interesse ist. Programmübersichten der verschiedenen Fortbildungsangebote werden ab 2026 hier verfügbar sein.

Eine Übersicht über das Spekrum der Sexualstörungen, deren Untersuchung, Beratung und Behandlung im Rahmen der Fortbildungen vermittelt und behandelt werden, findet sich hier: „Das Spektrum der Sexualstörungen“ (.pdf).

Eine Übersicht über Repertoire-Themen für Vorträge und Fortbildungen des Instituts für Sexualpsychologie findet sich hier: „Veranstaltungsthemen“ (.pdf)

Beispiel Programmübersicht: 

3. Repetitorium Sexualtherapie

Inhalt:
a) Wiederholung, Auffrischung und Vertiefung theoretischer Kenntnisse und praktischer Fertigkeiten in der Diagnostik und Therapie sexueller Störungen.
b) Einführung in die Klinische Paar- und Sexualpsychologie.
c) Einführung in die „Akzeptanz und Zugeständnis Sexualtherapie“ (AZST).

Beschreibung:
Bei dem Fortbildungsangebot handelt es sich nicht um eine eigenständige  Weiterbildung zur Erlangung des Zertifikates
„Sexualtherapie“ oder einer „Zusatzbezeichung Sexualmedizin oder Sexualpsychologie“, sondern um ein „Postgraduales Repetitorium Sexualtherapie“.

Das bedeutet, dass Personen, die das Zertifikat „Sexualtherapie“ (DGfS) oder eine „Zusatzbezeichung Sexualmedizin bzw. Sexualpsychologie“ (DGSMP) bereits besitzen, Gelegenheit finden, ihre erworbenen Kenntnisse und
Fertigkeiten zu  rekapitulieren, zu  revitalisieren, zu erweitern und zu vertiefen.

Hierzu zählen Theorievermittlung, praktische Fallarbeit in  evaluierten Rollenspilen sowie klinisch-sexualpsychologische
Fach-Supervision eigener Fälle. Die Teilnahme- bzw. Absolvierung der Fortbildung wird vom Institut für Sexualpsychologie mit einem Zertifikat bescheinigt, versehen mit dem Vermerk: „Zertifizierte Fortbildung der DGfS (beantragt) und DGSMP“.

Teilnahme-Voraussetzung:
Zertifikate Sexualtherapie / Sexualmedizin der DGfS bzw.
Curriculum Sexualmedizin / Sexualpsychologie der DGSMP.

Fremdveranstaltungen

Eine Übersicht über die sonstige Fortbildungstätigkeit des Instituts für Sexualpsychologie finden sich unter:

 

 

 

 

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Legende

„Was gut und förderlich ist, wissen und erkennen wir, tun es aber nicht.“ Euripides, Hippolytos, 380f, ~420 v. Chr.

Legende

Prozessmaxime des Corpus Iuris Civilis des römischen Rechts (527–565 n. Ch.).

Übertragen auf wissenschaftliche Forschung bedeutet diese Prozessmaxime des römischen Rechts, dass nur das wahr- und zur Kenntnis genommen wird, was publiziert ist. Nicht publizierte Forschungsergebnisse und Erkenntnisse existieren aus wissenschaftlicher Perspektive nicht. Darum ist die Publikation von Inhalten und Ergebnissen sexualwissenschaftlicher Forschung und Entwicklung integraler Bestandteil der Tätigkeitsfelder des Instituts für Sexualpsychologie.

Legende

Original: „Wir können die Liebe Gottes weder erwerben, noch erwarten –
wir können nur in sie vertrauen“. (Gott kann durch Partner ersetzt werden).

Martin Luther (1520) III „Von der Freiheit eines Christenmenschen“,
2. „Liebe kann nur frei fließen“.

Überlieferungen der Inschriften am Portalfries des Tempels von Delphi (~548 v. Ch.):

Νίψον ἀνομήματα μὴ μόναν ὄψιν / nipson anomēmata mē monan opsin. Deutsch: „Wasch‘ auch deine Seele – wasch‘ nicht nur dein Gesicht!“ Auf Griechisch stellt dieser Sinnspruch zu allem Überfluss auch noch ein Palindrom dar! Das bedeutet, dass der Sinnspruch in Großbuchstaben ΝΙΨΟΝ ΑΝΟΜΗΜΑΤΑ ΜΗ ΜΟΝΑΝ ΟΨΙΝ ebenso von vorne wie von hinten gelesen werden kann und rückwärts wie vorwärts gelesen den selben Sinn ergibt! Der Sinnspruch fand später auf griechischen Taufbecken Verwendung (z.B. am Quellbrunnen im Kloster Preveli und bei Serres) und befindet sich auch am Taufbecken der Hagia Sophia. Die Existenz der Inschriften am Portalfries des Tempels von Delphi ist nicht durch archäologische Funde, sondern aus schriftlichen Überlieferungen gesichert. So lässt z.B. Platon im Phaidros und primär im Symposion den griechischen Philosophen Sokrates über die Bedeutung dieser Inschriften referieren. Darüber hinaus korrespondiert die Überlieferung inhaltlich stark mit der ziemlich gesicherten Schilderung, dass am Eingang des Tempels von Delphi darüber hinaus links und rechts des Portales die vertikalen Inschriften „gnôthi seautón“ (Erkenne dich selbst!) sowie „medèn ágan“ (Alles in Maßen!), angebracht gewesen sein sollen. Alle drei Sinnsprüche charakterisieren die Qualität der Weissagungen der Tempelpriesterin Pythia, nämlich die Auflösung innerer wie äußerer Konflikte und Probleme durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Die Erkenntnis der eigenen Innenwelt diente damit als Zugang zur Konfliktlösung und Problembewältigung auch in und mit der Außenwelt. So bilden diese Sinnsprüche aus dem 5. Jahrhundert vor Christus die programmatische und bis heute unverändert gültige Grundlage der Klinischen Psychologie und, in der angewandten Form, der Psychologischen Therapie bzw. Psychotherapie.